Yaza - Nachtsitzen - Meditation außerhalb der täglichen Routine
Zen-Abend am Samstag, 27.03.2010, 19:40 - 22:40 Uhr
Konzentration, Sitzen, Gehen, gemeinsames Essen, Tee trinken - in Achtsamkeit - Aufrecht mit sich selbst ...
Yaza bezeichnet im Zen die Sitzmediatation außerhalb der üblichen Meditationszeiten, idR nachts.
Thema: "Lassen - Loslassen, belassen, weglassen, zulassen ... "
Für wen? Teilnehmen kann jeder, der Interesse an Meditation hat. Eine Kursbelegung bei uns oder eine Mitgliedschaft ist nicht erforderlich, auch alle, die nicht bei uns Yoga üben sind herzlich willkommen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Ergänzend finden kurze Vorträge bzw. Lesungen statt.
Ablauf
Sie erhalten eine Einführung in die Sitzhaltung (nebst Alternativen) und den Umgang mit dem eigenen Bewusstsein und Emotionen bei Beginn des Kurses.
19.45 - 20.05 Tee, Ankommen
20.15 - 20.40 Sitzmeditation (Zazen)
20.40 - 20.45
Gehmeditation (Kinhin)
20.45 - 21.10
Sitzmeditation (Zazen)
21.10 - 21.25 Tee, Gehmeditation (Kinhin)
21.25 - 22.00 gemeinsames Essen im Meditationsraum und Meditationshaltung (vegetarisches Menü im Zen-Stil)
22.00 - 22.10 Tee
22.10 - 22.40 Sitzmeditation (Zazen) mit Kinhin
22.40 - 23.00 Tee, Aufbruch
Textlesung mit Anmerkungen oder Vorträge jeweils 5-10 min während der Sitzperioden.
Anmeldeformular Workshop

Kosten
30 Euro, Mitglieder 25 Euro, Paare 50 Euro/40 Euro
Reservierung nur nach Zahlungseingang bis 3 Tage vorher.
Mindestteilnehmerzahl 6 Personen
Sonstiges
Weite - aber keine besondere - Kleidung. Sitzkissen und Matten sind vorhanden.
Leitung: Michael und Danijel
Weitere Infos über unsere speziellen Zen-Workshops bzw. Sesshin finden Sie hier>>
Meditation führt nicht nur zu innerer Ruhe, Ausgeglichenheit und Entspannung. Weitere – praktische - Wirkungen der Meditation sind die Steigerung der Konzentrationsfähigkeit, Stärkung der Ausdruckskraft und Zielklarheit. Die eigenen Motive, Ängste und Hemmungen werden bewusst und können so überwunden werden. So kann Meditation helfen, Konfliktlagen in Beziehungen und im Beruf besser zu verstehen und zu meistern. Wir lernen uns besser kennen und können unsere Denk- und Verhaltensmuster aufdecken und überwinden.
Der beobachtende Umgang mit den eigenen Gedanken, Emotionen und Bildern fördert die innere Ausgeglichenheit und Zufriedenheit und führt zu einem tieferen Verständnis aller Aspekte des Yoga-Weges.
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Sesshin: Phasen vertiefter und längerer Zen-Meditation in einem Zen-Kloster, so dass bedeutend intensiver Zazen praktiziert wird als in der täglichen Zen-Praxis. Häufige und ggf. längere Meditationsperioden bei denen auch die Mahlzeiten ebenfalls in der Zazen-Haltung eingenommen werden. Die Sitz-Perioden werden häufig durch Kinhin (Gehmeditation) unterbrochen. Praktiziertes Schweigen dient der Konzentration und Nicht-Ablenkung.
Die Sutren-Rezitation, Koan-Praxis, Dokusan (das persönliche Gespräch mit dem Lehrer) und das Teisho (Vortrag) gehören dazu. Diese Tätigkeiten führen zu dem "Vertrautwerden mit dem eigenen Geist" und werden mit derselben Geisteshaltung ausgeübt, wie in der Zazen-Haltung.
Mahlzeiten werden in ritueller Form (Oryoki) gemeinsam und in Stille eingenommen. Alle Tätigkeiten, so auch kleinere Arbeiten, Samu (Abwasch, Reinigung, Garten etc.) werden in großer Geistesgegenwart, in strenger Form und Achtsamkeit verrichtet. Durch die Übung des "konzentrierten Tuns", wird dem Übenden eine Möglichkeit gegeben, den in der bewegungslosen Zazen-Haltung entwickelten Geist auch in den Tätigkeiten des Alltags zu transportieren und umzusetzen.
Das Denken - ein wilder Affe - braucht seine Zeit, um zur Ruhe zu kommen. Erst dann beginnt eine Phase der Klärung des Geistes und der Einsicht, die zu Kensho (Wesensschau) und Satori (Erwachen) führen kann.
Durch die Sesshin-Praxis wird die tägliche Zazen-Praxis vertieft.

Fotoserie Japanreise zu den Klöstern der Soto-Schule hier>>
anläßlich des 750. Todestages des Gründers der Soto-Schule in Japan Meister Dogen Zenji |