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Geschichte
Schon vor mindestens 4000 Jahren wurden Tonsiegel im Industal hergestellt, die Menschen in typischen Yogahaltungen zeigen. Diese Jahrtausende alte indische Weisheitslehre wurde von Lehrer zu Schüler überliefert und hat sich bis heute in unverfälschter authentischer Form erhalten, die dieses System so viel tiefer wirken lässt als viele moderne Bewegungskonzepte. Idealerweise wird auch heute Yoga direkt bei einem Lehrer erlernt.

Das Wort "Yoga" leite sich aus dem Sanskrit Begriff "Yuj" her der ursprünglich das Anschirren oder Anjochen der von Zugtieren vor einen Wagen bezeichnete.

Ursprünglich war Yoga ein rein spiritueller Weg zu Erleuchtung durch Meditation. Die vielen Asanas entstanden erst im Laufe der Zeit. Ihr vorrangiges Ziel ist es den Körper so zu kräftigen und mobilisieren, dass er möglichst beschwerdefrei über einen längeren Zeitraum im Meditationssitz verweilen konnte. Mit der Zeit erkannte man immer mehr die positive Wirkung der körperlichen Übungen auf das gesamte Wohlbefinden des Menschen.

Die Asanas wurden weiter entwickelt und die körperliche Betätigung im Yoga bekam einen immer höheren Stellenwert. Dies schlug sich in der "Hatha Yoga Pradipika" einem der wichtigsten Texte des Yogaweges aus dem 15.Jhrdt. nieder. Hatha Yoga beschreibt den Weg der Körper- und Atemübungen und ist daher ein Oberbegriff aller modernen Yogastile, die Körperübungen lehren.

Die klassischen indischen Schriften beschreiben insgesamt 4 Yogawege:

  • Raja Yoga (praktisch-spiritueller Ansatz nach Patanjali und dessem achtfachen Pfad):
    - Yama (Verhalten den Mitmenschen gegenüber)
    - Niyama (Verhalten sich selber gegenüber)
    - Asana (Körperübungen; führten zum Hatha-Yoga)
    - Pranayama (Atemübungen)
    - Pratyahara (Sinneseinschränkung)
    - Dharana (Konzentration)
    - Dhyana (Meditation)
    - Samadhi (Versenkung, Erleuchtung)
  • Jnana Yoga (Yoga der intellektuellen Erkenntnis)
  • Karma Yoga (Yoga der Tat, des selbstlosen Handelns)
  • Bhakti Yoga (Yoga der Hingabe)

Bereits die älteren Upanishaden (ca. 700 v. Chr.) beschreiben Atemübungen und das Zurückziehen der Sinne (Pratyahara) in den Atman als Hilfsmittel der Meditation (Dhyana). Die mittleren Upanishaden, die um 400 v. Chr. entstanden, erwähnen mehrfach den Begriff Yoga und auch die wesentlichen Elemente des späteren Yoga-Systems. Der Yoga stand hierbei in enger Verbindung mit den Theorien, wie sie das philosophische System des Samkhya entwickelte, und bildete seine praktische Weiterführung.

Im Mahabharata um ca 300 v. Chr. nimmt der Yoga bereits einen bedeutenden Platz ein und wird als praktisches Gegenstück zum theoretischen Sâmkhya erwähnt. Während im Mahabharata und in den älteren Puranas Kapila und andere als Begründer des Yogas genannt werden, erscheint an dieser Stelle in jüngeren Puranas Patanjali. Es darf jedoch angenommen werden, dass Patanjali die überlieferten Yoga-Lehren im 2. oder 4. Jahrhundert v. Chr. zusammenfasste. Sein Werk besteht aus 194 kurzen, auf vier Bücher verteilten Merksprüchen (Sutras).

"Der Yoga wird durch den Yoga erkannt Der Yoga geht aus dem Yoga hervor. Wer achtsam ist, erfreut sich durch Yoga lange am Yoga." (Kommentar des Vyasa zum Yogasutra 3.6)

Das Wort Yoga wurde zu einem Oberbegriff für eine Vielfalt von Techniken und Methoden, deren Ziel es war durch "Anjochen" oder "Anschirren" der menschlichen Triebe und Sinne an das Fahrzeug des menschlichen Geistes die wahre menschlich Natur wieder herzustellen.

Bereits 1200 v. Chr. sind die ersten Texte im Westen nachgewiesen worden die auf den Yoga hinweisen und ca. 600 v. Chr. definiert die Katha Upanischad Yoga als das Zurückhalten der Sinne. Etwa 200 v. Chr. wird dann erstmals im Svetavastat Upanischad eine konkrete Yoga Praxis beschrieben.

Patanjali definiert den Yoga im Sutra 1.2 wie folgt: "Yoga ist jener innere Zustand, in dem die geistigen und seelischen Vorgänge zur Ruhe kommen" (Die Yoga Sutren des Patanjali mit einem Kommentar von P.Y. Deshpande, O. W. Barth Verlag, Bern, München, Wien 1976, Seite 21).

In den Sutras des Patanjali wird zunächst noch nicht von der heute bekannten Vielzahl der Körperübungen oder asanas gesprochen, sondern er beschreibt mit asana ausschließlich eine Sitzhaltung zur Meditation.

Der im Westen sehr bekannte Hatha Yoga ist erst relativ spät entstanden. Um 1500 veröffentliche Svatmarama die Hatha -Yoga - Pradipika und 1600 n.C. erschien dann die Gheranda - Samhita die ebenfalls als bedeutende Quellentexte des Yoga gelten.

Die klassische Yogaschule nach Patanjali geht davon aus, daß zuviel theoretisieren nur neue Unruhe und Rastlosigkeit schafft und damit eher kontraproduktiv als hilfreich ist.

Wird der Geist ruhig, lehrt Patanjali, reguliert sich die Lebensenergie von selbst, da der Mensch durch die innere Ruhe automatisch in den Naturzustand zurückgeführt wird.

 

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